Die Wasserballer der SG Stadtwerke München zeigten am vergangenen Samstag in der Auswärtspartie gegen den PSV Stuttgart ein äußerst spannendes Spiel, welches sie schlussendlich 13 Sekunden vor Abpfiff mit 11:10 Treffern für sich entscheiden konnten.
 
Als die Münchner kurz vor Spielbeginn ihre neu eingeführte Mentalübung absolvierten, schien ihre Konzentration, ihr Selbstbewusstsein und ihr Teamgeist auf den Punkt voll da zu sein. So begannen die Jungs von der Isar das Spiel auch sehr souverän und konnten in weniger als zwei Minuten gleich mit der 2:0 Führung ein kleines Ausrufeszeichen setzen. Sie wollten dem Gegner und den vielen enthusiastischen Zuschauern von Anfang an zeigen, wo es in dieser Begegnung hingehen sollte.
 
Doch schon kurz darauf fingen die SG Wasserballer an, ihre zahlreich heraus gespielten Überzahlsituationen leichtfertig zu verspielen. Im Angriff schossen sie direkt in den Block oder gar ganz am Tor vorbei und in der Verteidigung ließen sie die besten Schützen frei zum Schuss kommen. In Folge dessen gestaltete sich das Spiel schnell zu einem spannenden Schlagabtausch, bei dem jeder auf einen Fehler des Gegenübers lauerte. Nach der Anfangsführung durch die Münchner übernahmen die Stuttgarter für nahezu das komplette Spiel die Führung, welche sie aber zu keinem Zeitpunkt über mehr als zwei Tore ausbauen konnten.
 
Kurz vor Schluss rissen sich die Münchner noch einmal zusammen und konzentrierten sich auf ihre Stärken, sodass Nacho, Ignacio Marian de Diego, mit einem schönen Treffer knapp zwei Minuten vor Abpfiff auf 10:10 ausgleichen konnte. Die Stuttgarter Fans tobten und versuchten ihre Mannschaft noch zu einem letzten Tor zu animieren, doch Nacho, der gesundheitlich etwas angeschlagen in die Partie gegangen war, hämmerte 13 Sekunden vor dem Ende aus zehn Metern Entfernung den letzten und entscheidenden Treffer in die Kiste der Stuttgarter. Das Spiel ging so mit einem knappen, aber gewiss nicht unverdienten Münchner Sieg (10:11) aus und bescherte den bayerischen Landeshauptstädtern zwei sehr wichtige Punkte in der frühen Phase der Saison.
 
PSV Stuttgart – SG Stadtwerke München 10:11 (2:3; 4:2; 3:3; 1:3)
 
SG Stadtwerke München: Robert Idel (TW), Brinio Hond (3 Tore), Marko Polunić (2), Matthias Krimphove, Stefan Kovacević, Ivan Mikić (1), Marko Ristić (1), Henry Dietz, William Gorin (2), Niklas Trommer, Jan Krollmann, Ignacio Marian de Diego (2), Anton Bander
 
Die Daten zum nächsten Spiel in der 2. Wasserball-Bundesliga Süd:
SV Ludwigsburg 08 – SG Stadtwerke München
Samstag, 03. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Ort: Stadionbad Ludwigsburg

Nach erfolgreichem Start in die 2. Wasserball-Bundesliga Süd treten die Wasserballer der SG Stadtwerke München an diesem Samstag in ihrem zweiten  Auswärtsspiel gegen den PSV Stuttgart an.

Eins ist vorab schon klar, es wird gewiss kein leichtes Spiel. Denn auch nach dem Auftakterfolg der Münchner gegen des WSV Ludwigshafen vor knapp drei Wochen, ist der Aufsteiger aus Stuttgart mit einem guten Mix aus Erfahrung und jungen Kräften nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber die Hausherren müssen sich in ihrem ersten Saisonspiel ebenfall auf etwas gefasst machen, denn die Münchner "Buam" lagen nicht auf der faulen Haut. Ganz im Gegenteil, in zahlreichen intensiven Trainingseinheiten haben sie nicht nur ihre schwimmerischen Fähigkeiten weiter ausgebaut, sondern auch ausführlich an neuen Spielzügen gefeilt. Dazu kommt der breite Kader, aus denen Spielertrainer Ivan Mikić sich sein Team nach Belieben bzw. Trainingsleistung individuell zusammenstellen kann. Die Auswahl die Mikić für diesen Samstag getroffen hat erstreckt sich von schwimmstarken Rechtshändern über massige Center zu schießfreudigen Linkshändern und verspricht einiges für ein spannendes sowie hoffentlich erfolgreiches Spiel seitens der Münchner. 

Die Daten zum anstehenden Spiel in der 2. Wasserball-Bundesliga Süd:
PSV Stuttgart – SG Stadtwerke München
Samstag, 26. November 2016, 18:30 Uhr
Ort: Hallenbad Stuttgart-Plieningen

Mit Licht und Schatten starten Münchens Wasserballer schlussendlich erfolgreich in die neue Saison in der 2. Wasserball-Bundesliga Süd.

„Alle hatten schon gedacht, dass Ludwigshafen den Münchnern den Blattschuss gesetzt hat. Doch dann drehen die Bayern kurz so richtig auf und fahren das Spiel ruhig nach Hause. Das ist natürlich ganz bitter“, resümierte ein Pfälzer Zuschauer das Spielgeschehen, während die bayerischen Landeshauptstädter kurz am Beckenrand jubelten, sich aber dann doch nicht vollkommen zufrieden zeigten. „Großes Lob an die Mannschaft für das letzte Viertel, aber was wir zwischendurch gespielt haben, war großer Mist. Jetzt haben wir drei Wochen Zeit, uns auf die nächste schwere Auswärtsaufgabe vorzubereiten – und diese drei Wochen sind dringend nötig“, fasste Münchens Kapitän Marko Ristić den 6:8 (1:0; 1:4; 3:1; 1:3) Sieg seiner Mannschaft zusammen.

In der Tat war es ein sehr ungewöhnliches Spiel, welches die sonst so torverwöhnten Ludwigshafener Fans zu sehen bekamen. Seit 2008 endete kein Ligaspiel in Ludwigshafen mit so wenigen Treffern wie am letzten Samstag; in der Saison 2012/2013 erzielten die Ludwigshafener letztmalig höchstens sechs Treffer im eigenen Heimspiel. Es zeichnete sich schon in der ersten Spielminute ab, dass dies eine spannende, aber zähe Angelegenheit werden würde. Beiden Mannschaften fehlte die nötige Entschlossenheit vor dem Tor und während Ludwigshafen am Münchener Torwart scheiterte, fehlte es den Bayern gänzlich an der Präzision, sodass kaum ein Ball überhaupt aufs Tor kam. Als vollkommen kläglich lässt sich auch das Überzahlspiel beider Mannschaften in dieser Phase bezeichnen: Erst bei der achten Überzahlgelegenheit im Spiel gelang das erste Überzahltor. Beim Spielstand von 1:1 übernahmen die Wasserballer aus dem Freistaat die Spielkontrolle und zogen auf ein 2:4 zur Halbzeit davon. Angesichts der sonst üblichen Schwäche in der ersten Halbzeit wäre dies ein komfortables Ergebnis gewesen, doch den Durchhänger holten die Münchner postwendend im dritten Viertel pflichtbewusst nach. Während sich der Kader durch dritte Persönliche Fehler und eine Rolle dramatisch verkleinerte, wuchs das Torekonto der Ludwigshafener an und so gingen die Hausherren sechs Minuten vor dem Ende plötzlich mit 6:5 in Führung.

Hatten die Münchner alles verspielt? Mitnichten! Konnten die Jungs von der Isar mit ihrem Spiel in der ersten Halbzeit noch dutzende Lehrbuchseiten im Bereich „Wie man Überzahl nicht spielen sollte“ füllen, so zeigten die Bayern in den letzten sechs Minuten, wie man ein Spiel drehen und verwalten muss. Nach drei Toren innerhalb einer Minute ließen sie die Ludwigshafener Angriffsbemühungen gekonnt abprallen und verteidigten sicher, aber unspektakulär die 6:8 Führung. „Das hat mir gut gefallen. Dennoch müssen wir uns kritisch hinterfragen, warum wir 20 Minuten nicht besser gespielt haben. Nur die Verteidigung hat mir fast uneingeschränkt gut gefallen, vielleicht können wir wieder unser Bollwerk von vor zwei Jahren aufbauen. Unterm Strich bin ich aber nicht unglücklich, immerhin haben wir gewonnen“, zeigte sich Spielertrainer Mikić erschöpft nach dem Spiel.

WSV Ludwigshafen – SG Stadtwerke München 6:8 (1:0; 1:4; 3:1; 1:3)

SG Stadtwerke München:Robert Idel (TW), Brinio Hond (1 Tor), Marko Polunić, Henry Dietz, Haris Hadjioannou (1), Ivan Mikić, Marko Ristić (3), Aaron Katona, William Gorin, Anton Bander, Jan Krollmann, Ignacio Marian de Diego (3), Viktor Sipos

Schwaches Ende einer gelungenen Saison
 
Die Wasserballer der SG Stadtwerke München mühen sich zum Saisonabschluss zu einem glanzlosem Heimsieg gegen Friedberg – trotz verpatztem Start noch Bronze in der 2. Wasserball-Bundesliga Süd geholt.
 
Am 29. November 2015 war Münchens Spielertrainer Ivan Mikić wahrlich nicht zu beneiden. Nach der besten Saison der jüngeren Vereinsgeschichte wollten die Landeshauptstädter mit Erfahrung und Vertrauen in die eigene Stärke vier Punkte am ersten Wochenende aus Ludwigshafen und Pforzheim mitnehmen und zeigten Leistungen, die in der Saison zuvor kaum denkbar gewesen wären. Wohlwissend, dass die Erwartungen in München nach der Silbermedaille gestiegen waren, blieb Mikić an jenem Sonntagabend nur die Flucht nach vorne: „Den Start haben wir gründlich verpatzt, wir haben viel Arbeit vor uns – aber das Ziel bleibt unverändert, wir wollen auf das Treppchen.“

Bronzemedaille zum Greifen nah
 
Am vergangenen Samstag festigen die Wasserballer der SG Stadtwerke München den dritten Tabellenplatz in der 2. Wasserball-Bundesliga Süd mit einem deutlichen 18:7 (3:3; 2:1; 8:1; 5:2) Auswärtssieg beim VfB Friedberg
 
Spielertrainer Ivan Mikić musste bei der letzten Auswärtspartie dieser Saison auf einen deutlich kleineren Kader zurückgreifen, da fast alle Jugendspieler, die sich in dieser Spielzeit zum Teil schon in der 1. Mannschaft etablieren konnten, aufgrund von Einsätzen in der Nachwuchsmannschaft fehlten. So gingen die Jungs von der Isar mit der bis dato „ältesten“ Mannschaft ins Becken. „Vielleicht war der hohe Altersdurchschnitt unserer Seniorentruppe der Grund für unseren etwas behäbigen Start“, versuchte Mikić den schlappen Start seiner Mannschaft in den ersten beiden Vierteln (3:3; 2:1) zu erklären. Eine Entscheidung des Spiels zu Gunsten der Münchner schien sich trotz des knappen Spielstands schon früh abzuzeichnen und konnte in der zweiten Spielhälfte durch die zahlreichen Tore der SG Wasserballer bestätigt werden. Kapitän Marko Ristić erwischte einen Sahnetag und konnte mit 8 Treffern auf den ersten Platz der Torjägerliste klettern, wobei er sich mit nur einem Tor in der kommenden Begegnung den Titel des Torschützenkönigs der Liga sichern kann.
 
Mikić nach dem Spiel: „Wir mussten zwar auf den frischen Wind unserer Nachwuchskräfte verzichten, haben aber mit unsere Erfahrung das Spiel ruhig runtergespielt. Diesen ruhigen und unaufgeregten Spielstil hätte ich mir in dieser Saison das ein oder andere Mal öfter gewünscht.“ Es ist also noch Luft nach oben, was bei einem dritten Platz in dieser und einem zweiten Platz in der vergangenen Saison sicher Raum für Spekulationen über die Ambitionen des erfolgreichen Spielertrainers lässt.
 
Bevor die Mannschaft jedoch anfangen kann von möglichen Zielen in den kommenden Spielzeiten zu träumen, steht an diesem Samstag zunächst noch einmal voller Einsatz beim letzten Spiel im heimischen Dantebad gegen den VfB Friedberg an. Mindestens ein Punkt aus einem Unentschieden muss her, dann ist den Wasserballern der SG Stadtwerke München die Bronzemedaille nicht mehr zu nehmen. „Auf Unentschieden spielen? Ganz sicher nicht mit uns! Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, macht der aktuelle Goalgetter Nr. 2 der Münchner, Marko Polunić, deutlich und gibt die Richtung zu einem gelungenen Saisonabschluss vor.     
 
VfB Friedberg – SG Stadtwerke München 18:7 (3:3; 2:1; 8:1; 5:2)
SG Stadtwerke München: Viktor Sipos (TW), Brinio Hond (4 Treffer), Haris Hadjioannou, Ivan Mikić (1), Marko Ristić (8), William Gorin (2), Niklas Trommer, Ignacio Marián de Diego (3), Matthias Krimphove
 
Die Daten zum anstehenden Heimspiel:
 
SG Stadtwerke München – VfB Friedberg
Samstag, 25. Juni 2016, 18:00 Uhr
Ort: Dantebad, München
Eintritt: € 1,20 für Zuschauer